Feuerlöscher
Welche Feuerlöscher-Arten gibt es?
In erster Linie unterscheidet man bei einem Feuerlöscher nach Bauart und dem verwendetem Löschmittel. Sie können 2 grundlegende Bauarten kaufen:
- Dauerdrucklöscher: Bei diesen Feuerlöschgeräten steht der gesamte Löschbehälter dauerhaft unter Druck.
- Aufladelöscher: Feuerlöscher die mit einer unter Druck stehenden Kartusche funktionieren. Die Kartusche setzt den Behälter erst bei Betätigung unter Druck.
Es gibt verschiedene Löschmittel. Die wichtigsten sind:
- Pulver
- Schaum
- Wasser öder Wässrige Lösungen
- Co2 (Kohlenstoffdioxid)
Norm für Feuerlöscher - DIN EN 3 und Önorm EN3
In Deutschland ist seit 1992 vorgeschrieben das Feuerlöscher nach DIN Norm DIN EN 3 zuzulassen sind. Kaufen Sie also nur Geräte, die diesen Vorgaben entsprechen und wo eine Konformitätserklärung vorliegt. In Österreich ist dies seit dem Jahr 2003 unter Berücksichtigung der Önorm EN 3 vorgesehen. Nach der neuen Norm DIN EN3 muss im Rahmen der Zulassung das Löschvermögen von einem Feuerlöscher anhand eines Prüfobjekts bzw. durch Löschobjekte geprüft werden. Vor der Einführung der DIN EN 3 wurde lediglich eine Prüfung der Füllmenge das Feuerlöschgerätes vorgenommen. Seit dem Jahr 2005 ist die neue Brandklasse F zu berücksichtigen.
Entsprechend der EN 3-5 sind folgende Angaben auf einem Feuerlöscher zu finden:
- Das Wort Feuerlöscher unter Angabe des Löschmittels, des Löschvermögens und der Füllmenge
- Eine Anleitung zur Bedienung vom Feuerlöschgerät
- Die Brandklassen in Form von einem Piktogramm
- Schriftlicher Warnung vor dem Gebrauch bei elektrischen Anlagen
- Infos zu Löschmittel, Treibmittel, Nummer der Anerkennung und Bezeichnung des Typs
- Die Herstellerangaben
Brandklassen und Löschvermögen beim Feuerlöscher
Jedes Löschmittel wird nach seiner Löschwirkung eingestuft. Das bedeutet dass jedes Löschmittel einer Brandklasse oder mehreren Brandklassen zugeordnet wird. Damit ist es immer nur für bestimmte Brände geeignet.
Es gibt die Brandklassen A, B, C, D, und E. Diese werden auf jedem Feuerlöscher abgebildet und bestimmen für welche jeweilige Brandklasse der jeweilige Feuerlöscher geeignet ist. Der gängigste Feuerlöscher ist der ABC-Feuerlöscher der umgangssprachlich so genannt, weil er die wichtigsten Brandklassen abdeckt. Dieser hat als Löschmittel ein chemisches Pulver, welches durch seine Vielseitigkeit bezüglich der Brandklassen und aufgrund seiner guten Löschleistung für viele Bereiche geeignet.
Die Brandklassen
Anbei die Übersicht, welcher Feuerlöscher über eine Brandklasse verfügt und welche welche Materialien er grundsätzlich löschen kann:

Feuerlöscher der verschiedenen Brandklassen sind für unterschiedliche Materialien geeignet. Anbei finden Sie ein paar Beispiele:

Löschmittel für Feuerlöscher
Das Löschmittel für Feuerlöscher besteht aus speziellem Löschpulver, Wasser bzw. wässrige Lösungen, Löschschaum oder das Gas Kohlenstoffdioxid (Co2) verwendet. Früher gab es darüber hinaus Halone (Gas). Diese wurden als Löschmittel verboten, da sie eine Ozon schädigende Wirkung haben. Solche Feuerlöschgeräte gibt es mittlerweile nicht mehr zu kaufen.
Früher fanden zudem Kurzzeichen für Löschmittel Anwendung. Diese sind allerdings nach EN 3 nicht mehr Bestandteil der Kennzeichnung und daher auf einem neueren Feuerlöscher nicht mehr zu finden. Falls Sie ältere Geräte besitzen können unter Umständen noch folgende Kurzzeichen einen Feuerlöscher kennzeichnen:
- Kennbuchstabe K: Co2-Feuerlöscher (Brandklasse B, als Sonderlöscher C)
- Kennbuchstabe P: Pulverlöscher für reine Flammenbrände (Brandklassen B und C)
- Kennbuchstabe PG: Pulverlöscher für Flammen- und Glutbrände (Brandklassen A, B und C)
- Kennbuchstabe PM: Pulverlöscher für Metallbrände (Brandklasse D)
- Kennbuchstabe W: Wasserlöscher / Fettbrandlöscher = Wässrige Lösungen (Brandklasse A+F)
- Kennbuchstabe S: Schaumlöscher (Brandklassen A und B)
- Kennbuchstabe H: Halonfeuerlöscher (Brandklasse B und C) sind nahezu ausnahmslos verboten und müssen als Sondermüll entsorgt werden (Halone 1211 und 1301, siehe Montreal-Protokoll / Ozon schädigende Wirkung)
Überprüfung von einem Feuerlöscher
Ein Feuerlöscher muss in Deutschland entsprechend der DIN EN 3, in Österreich der ÖNORM F-1053 (11/2004) eine Überprüfung und Wartung erfahren. Ausserdem muss die vom Hersteller erlassenen Prüf- und Füllvorschriften eingehalten werden. Kaufen Sie einen Feuerlöscher muss auch immer eine Konformitätserklärung beiliegen.
Ein Feuerlöscher ist im Regelfall im Abstand von zwei Jahren (vor Ablauf der Frist) auf dessen Funktionsfähigkeit geprüft werden (Bitte beachten Sie mögliche Sonderregelungen!).
Eine Überprüfung von einem Feuerlöschgerät soll sicherstellen:
- die ordnungsgemäße Funktion des Feuerlöschgerätes
- die Sicherheit des Benutzers im Umgang mit dem Feuerlöscher (Feuerlöschgerät steht unter hohem Druck)
Bei einer ordnungsgemäßen Prüfung werden die Feuerlöschgeräte mit Prüfplaketten und Instandhaltungsnachweisen versehen. Ausgelöste Löschgeräte müssen von einer Fachfirma geprüft und neu befüllt werden. Bisweilen lohnt es sich mehr ein neuen Feuerlöscher zu kaufen.
Der Betreiber von Feuerlöschern ist seit Januar 2008 in Deutschland verpflichtet, Prüfungen gemäß Betriebssicherheitsverordnung von einer nach TRBS 1203/2 ausgebildeten befähigten Person durchführen zu lassen oder gegebenenfalls selbst durchzuführen.
Feuerlöscher für Kraftfahrzeuge (2 kg ABC-Pulver)
Für Omnibusse, Personentransporte und bei Transporten von Gefahrgut, sowie länderspezifisch (z.B. Polen, Belgien) auch für PKW, sind Feuerlöscher an Bord gesetzlich vorgeschrieben. Bei LKW ist die Verwendung von 6kg-Geräten vorgeschrieben.
Feuerlöscher im Luftverkehr
Flugzeuge werden wegen ihrer guten Löschwirkung mit Halonlöschern ausgestattet, die für andere Bereiche aufgrund der Umweltschädlichkeit verboten sind. Bei Flugzeugen ist die Verwendung von einem Co2-Feuerlöscher als sehr bedenklich zu bewerten, da das Co2 bei Personen bei entsprechender Konzentration Schwindelanfälle und Orientierungslosigkeit auslösen kann.
Feuerlöscher für Arbeitsstätten
Berechnungsgrundlage für die Ausstattung von Arbeitsstätten mit einer zu bestimmenden Feuerlöscheranzahl sind die Löschmitteleinheiten (LE) in Abhängigkeit von der Brandgefährdung. Die Löschmitteleinheiten wir herangezogen, um verschiedene Löschwirkungen (Ratingzahl) von unterschiedlichen Feuerlöschern (Wasser, Schaum, Pulver, Kohlenstoffdioxid) zu vergleichen. Ein Feuerlöscher kann bis zu 15 LE haben. Ein Wandhydrant entspricht rechnerisch 18 Löscheinheiten (LE).
Grundlage für das Berechnungsverfahren ist in Deutschland die deutsche Fassung der europäischen Norm (DIN EN 3) und die Arbeitsstättenrichtlinie ASR 13/1,2. Entsprechend der ASR hat ein Betreiber von gewerblichen Räumlichkeiten funktionstüchtige Feuerlöscher bereitzustellen.
In Österreich ist die ÖNORM EN 3-7, die ÖNORM F-1053 und die TRVB F 124 zu einer Beurteilung heranzuziehen.
Mehr Information zum Thema Feuerlöscher kaufen bekommen Sie unverbindlich und kostenlos unter der Beratungshotline +49 (0)30 / 2005 369 - 0.
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Feuerlöscher der Brandklasse ABC mit innenliegender Druckkartusche oder als Dauerdruckbehälter nach Euronorm EN3, inklusive Konformitätserklärung.
Feuerlöscher der Brandklasse A mit innerer Druckkartusche oder als Dauerdruckbehälter, nach Euronorm EN3, inklusive Konformitätserklärung.
Kübelspritzen für Brände der Brandklasse A mit Handpumpe und nach Euronorm EN3, inklusive Konformitätserklärung.
Feuerlöscher der Brandklasse AB mit Schaumlöschmittel, nach Euronorm EN3 und inklusive beiliegender Konformitätserklärung.
Feuerlöscher der Brandklasse A und F für Fettbrände nach Euronorm EN3, inklusive Konformitätserklärung.
Zubehör - Halterungen, Ständer Schutzhauben und Schutzkästen für Feuerlöscher.
Co2-Feuerlöscher der Brandklasse B mit rückstandsfreiem Co2-Gas, nach Euronorm EN3 und inklusive beiliegender Konformitätserklärung.
Feuerlöscher mit Löschautomatik - als gewöhnlicher Löscher nutzbar, löscht bei Bränden im Umkreis selbständig.
Kaufen Sie Zubehör für Feuerlöscher, wie beispielsweise Feuerlöschdecken und Schutzhauben.
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